E-Lesson: Bordun

Musik in einer bestimmten Tonart kann auf einfache Weise durch einen Bordun begleitet werden. Ein Bordun ist ein liegender Klang auf dem Grundton. Das Wort „Bordun“ (frz. Bourdon, ital. bordone) kann mit „Brummbass“ übersetzt werden, was auf eine Praxis von Musik mit Bordun im Mittelalter und der Renaissance hinweist.

Musik in einer bestimmten Tonart kann auf einfache Weise durch einen Bordun begleitet werden. Ein Bordun ist ein liegender Klang auf dem Grundton. Das Wort „Bordun“ (frz. Bourdon, ital. bordone) kann mit „Brummbass“ übersetzt werden, was auf eine Praxis von Musik mit Bordun im Mittelalter und der Renaissance hinweist. Der englische Begriff „burdon“ oder „Drone“ meint das gleiche. Auch in der aussereuropäischen Musik ist der Bordun weit verbreitet. Die indische Musik beispielsweise ist eine sehr ausgeprägte Bordunmusik.

Instrumente wie die Drehleier, Dudelsack, Doppelflöten u.a.m. erzeugen einen stehenden Klang und ermöglichen gleichzeitig das Spielen einer Melodie.

drehleiher_klein.jpg   indianerfloete_klein.jpg
Drehleiher   Navajo Holzflöte
dudelsack_klein.jpg   didgeridoo_klein.jpg
Dudelsack   Didgeridoo

Spieltechnik am Xylophon

Praktisches Beispiel

Musizieren mit dem Bordun

  • Auf einem Xylophon kann mit zwei Tönen ein Bordun gespielt werden
  • Zwei Töne im Quintabstand auswählen. Auf der unteren Reihe des Xylophons gibt es sechs verschiedene Möglichkeiten.

small/bordun-quinten.png

  • beim Spielen des Borduns zwei Schlägel verwenden
  • Wie im Video zu sehen ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten den Bordun zu spielen.
    • beide Töne gleichzeitig
    • beide Töne abwechselnd: linke Hand - rechte Hand
    • der Bordun kann rhythmisiert werden
    • die Bordune können in jeder Oktave gespielt werden

Querverweise

Der Bordun eignet sich sehr gut als Begleitung von Improvisationen. Der Grundton ist dadurch immer präsent.

Praktisches Beispiel

Bordun als Improvisationsbegleitung

Drei Personen übernehmen folgende Funktionen:

1. Bass

Erste Person wählt als Grundton einen der folgenden Töne aus: C, D, E, F, G, A. Dieser wird mit einem tiefen Instrument als Fundament gespielt.

2. Bordun

Zweite Person spielt mit dem Grund- und Quintton zum Bass dazu mit verschiedenen Begleitmustern: gleichzeitig, links-rechts,...

3. Improvisation

Dritte Person improvisiert mit den Tönen der unteren Reihe des Xylophons oder mit den weissen Tasten des Klaviers.

Gestaltung / Form

Folgende Fragen leiten bei der Gestaltung:

  • Wer beginnt und in welcher Reihenfolge wird eingesetzt?
  • In welcher Dynamik / Lautstärke spielen wir?
  • Welche rhythmischen Elemente werden verwendet?
  • Wie wird der Schluss gestaltet?

Querverweise

Mit dem gleichen Prinzip kann auch auf dem Klavier musiziert werden.

Bordun zur Begleitung von Kinderliedern

Eine Bordunbegleitung kann bei vielen Liedern eingesetzt werden.
Der Bordun besteht aus Grund- und Quintton.
Der erste und der fünfte Ton der Tonleiter bilden also den Bordun.
Die meisten Kinderlieder enden mit dem Grundton.

In diesem Liedbeispiel wird der Bordun mit den Tönen f und c gespielt.

bordun-bruder-jakob2.pngbordun-fc.jpg

Weiteres Beispiel in Moll

Auch Lieder in Moll können mit einem Bordun begleitet werden.

Der Bordun besteht auch hier aus Grund- und Quintton.
Der erste und der fünfte Ton der Tonleiter bilden also den Bordun.
Die meisten Kinderlieder enden mit dem Grundton.

In diesem Liedbeispiel wird der Bordun mit den Tönen e und h gespielt.

bordun-jimba-bordun2.png

Praktisches Beispiel

Liedgestaltung

1. Bass

Die erste Person wählt als Grundton einen der folgenden Töne aus: C, D, E, F, G, A. Dieser wird mit einem tiefen Instrument als Fundament gespielt.

2. Bordun

Die zweite Person spielt mit dem Grund- und Quintton zum Bass dazu mit verschiedenen Begleitmustern: gleichzeitig, links-rechts,...

3. Improvisation

Die dritte Person improvisiert mit den Tönen der unteren Reihe des Xylophons oder mit den weissen Tasten des Klaviers.

4. Lied

Die ganze Gruppe singt das Lied ein- oder mehrstimmig. Als Variante kann das Lied mit einer Silbe (no, nu,..) gesungen werden.

Gestaltung / Form

Folgende Fragen leiten bei der Gestaltung:

  • Wer beginnt und in welcher Reihenfolge wird eingesetzt?
  • In welcher Dynamik / Lautstärke spielen wir?
  • Welche rhythmischen Elemente werden verwendet?
  • Wie wird der Schluss gestaltet?