E-Lesson: Tonleitern
In dieser E-Lesson werden Grundlagen zu westlichen Tonleitern erläutert und einige wichtige Tonleiterbeispiele vorgestellt. Dies geschieht klingend und mit Videos. Es braucht dazu keine Vorkenntnisse.
Tonleiter als Ordnung von Tönen
Musik auf der ganzen Welt ist organisiert. Die Organisation der unterschiedlichen Tonhöhen geschieht, in dem von den unendlichen möglichen Tönen einzelne ausgewählt werden, um damit Musik zu machen. Wenn diese ausgewählten Töne in einer Reihenfolge sortiert werden, so sprechen wir von Tonleitern. In dieser E-Lesson werden Grundlagen zu westlichen Tonleitern erläutert und einige wichtige Tonleiterbeispiele vorgestellt. Dies geschieht klingend und mit Videos. Es braucht dazu keine Vorkenntnisse.
- Für eine Musik werden bestimmte Töne verwendet.
- Wir gehen von einer Auswahl aller möglichen Töne aus, welche auf einem Klavier oder auf einem Xylophon zur Verfügung stehen.
- Mit diesen Tönen kann eine Melodie gespielt werden.
- Um ein bestimmtes Lied aus unserer Tradition zu spielen, braucht es eine Auswahl und eine Ordnung von Tönen.
Querverweise
- Töne einer Musik, welche in einer bestimmten Reihenfolge geordnet sind, nennt man Tonleiter.
- Das Wort Tonleiter weist auf Abstände und Schritte zwischen den Tönen hin (Intervalle) und auf eine Richtung: aufwärts/abwärts.
- Weil es unendlich viele Töne gibt und eine riesige Zahl von Kombinationsmöglichkeiten, gibt es auch eine unfassbare Anzahl von Tonleitern.
- In unterschiedlichen Kulturen sind die Tonleitern sehr verschieden.
- Wir beschränken uns hier auf Tonleitern, welche in der westlichen Musik üblich sind.
- Eine Tonleiter hat in der Regel einen Bezugston (Grundton).
Eine Tonleiter dargestellt in einer Digital Audio Work Station (DAW) als Midi Daten.
Chromatische Tonleiter
Für die nächsten Schritte gehen wir von einer Auswahl aller möglichen Töne aus
- Diese Töne haben voneinander immer den gleichen Abstand: einen Halbtonschritt.
- Das sind alle Töne, welche auf einem Klavier oder Xylophon zu finden sind.
- Diese Töne werden auch als Noten notiert.
- Es gibt noch vielmehr Töne als diese. Diese liegen zwischen den Tönen des Klaviers und können zum Beispiel mit einer Geige gespielt oder gesungen werden.
- Mit den Tönen kann nur eine chromatische Tonleiter gebildet werden.
- Mit ausgewählten Tönen können verschiedene Tonleitern gebaut werden.
- Jede Tonleiter ist möglich und hat einen bestimmten Klangcharakter.
- Mit jeder dieser Tonleiter kann man Musik machen.
Querverweise
- Ein Grundton ist der Bezugston einer Musik.
- Wir setzen in einer Tonleiter einen Ton als Bezugston fest.
- Eine Änderung des Grundtons, wenn sonst alle Tone gleichbleiben, ändert den Charakter der Tonart stark (Dur, Moll, Modi),
- Metaphorisch kann eine Musik als ein Spaziergang von einer Heimat (Grundton) aus verstanden werden; die Heimat, der Grundton ist immer als Bezug vorhanden.
- In einer anderen Metapher kann der Grundton als Bezugston einer Tonartenperspektive verstanden werden.
- In einer Tonleiter ist der Grundton der Ton, auf dem die Tonleiter aufbaut.
Querverweise
Do Pentatonik
La Pentatonik
Re Pentatonik
Mi Pentatonik
So Pentatonik
- Die pentatonische Tonleiter besteht aus fünf verschiedenen Tönen.
- Die Pentatonik (Fünftönigkeit) ist weltweit weit verbreitet und ist vermutlich eine sehr alte Tonleiter.
- Die bei uns gebräuchlichen pentatonischen Tonleitern enthalten keine Halbtonschritte.
- An einfachsten ist eine pentatonische Tonleiter mit Tönen ohne Vorzeichen zu bauen.
- Es gibt unterschiedliche pentatonische Tonleitern.
Querverweise
- Die Durtonleiter besteht aus sieben verschiedenen Tönen.
- Die Leiter geht von einem Grundton aus.
- Die Töne haben eine bestimmte Abfolge von Halbtonschritten und Ganztonschritten: 1-2-3v4-5-6-7v8.
- In unserem System gibt es 12 verschiedene Durtonleitern.
- Die Durtonleiter hat einen bestimmten Klangcharakter, der häufig als «hell» empfunden wird.
Querverweise
- Die Molltonleiter besteht aus sieben verschiedenen Tönen.
- Die Leiter geht von einem Grundton aus; dieser wird als 1 bezeichnet.
- Die Töne haben eine bestimmte Abfolge von Halbton- und Ganztonschritten.
- In unserem System gibt es 12 verschiedene Molltonleitern, von jedem Ton der chromatischen Tonleiter aus.
- Die Molltonleiter hat einen bestimmten Klangcharakter, der häufig als «dunkel» empfunden wird.
- Es gibt drei unterschiedliche Molltonleitern, die in diesem und den folgenden Videos vorgestellt werden.
- in die natürliche oder äolische Molltonleiter:1-2v3-4-5v6-7-8
Querverweise
als zweite Möglichkeit:
- die harmonische Molltonleiter: 1-2v3-4-5v6+7v8
- das heisst: zwischen 6 und 7 ist ein grösserer Abstand (+) von 3 Halbtonschritten, das hat eine besondere Wirkung und ist für diese Leiter ganz typisch.
die dritte Möglichkeit:
- die melodische Molltonleiter ist aufwärts und abwärts anders:
aufwärts: 1-2v3-4-5-6-7v8
abwärts: 8-7-6v5-4-3v2-1
- Die Ganztonleiter besteht aus 6 verschiedenen Tönen
- Die Leiter geht von einem Grundton aus, dieser wird als 1 bezeichnet.
- Die Töne haben eine gleichmässige Abfolge von Ganztonschritten.
- Es gibt nur zwei verschiedene Ganztonleitern
